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Wie das Wort der Weisheit mein Leben veränderte -von Umberto Controzorzi  Verfasst: Donnerstag, den 07. Februar 2008 03:51

Eines Sonntags saß ich mit meinen Zigaretten und der üblichen Flasche Wein vor dem Fernseher, als es an der Tür läutete. Ich machte auf und sah zwei junge Männer in blauen Anzügen und mit Namensschildern, die sie als Missionare auswiesen. Das Zimmer, in das ich sie führte, war voller Qualm und roch nach Alkohol, aber das schreckte sie nicht ab, und sie begannen, mir über meinen Glauben Fragen zu stellen. Ob ich an Gott glaubte?


Ich fing an zu überlegen. Obwohl ich als kleiner Junge getauft worden war, bin ich nie regelmäßig zur Kirche gegangen — ich dachte, Religion sei das nicht wert. Ich glaubte dafür an mein Gewissen und daran, daß man seinen Mitmenschen gegenüber ehrlich sein soll. Und dennoch war ih über mich selbst erstaunt, als ich diese Frage mit Ja beantwortete. Als sie fortfuhren und mich über Joseph Smith und die Wiederherstellung belehrten, schien es, als hätte ich diese Worte schon einmal gehört. Ein unbeschreibliches Gefühl kam über mich, und ich verspürte Liebe für diese jungen Männer. Als sie ein Gebet sprachen, fing ich zu weinen an, und mein Herz schien vor Glück bersten zu wollen.


Wir machten einen Termin für den nächsten Dienstag aus, und in der Zeit, die dazwischen lag, lief mein Leben noch einmal wie ein Film vor mir ab. Bis zu meinem zwanzigsten Lebensjahr hatte ich keinen Tropfen Alkohol angerührt. Aber dann machte ich aufgrund eines geschäftlicher Mißerfolges und finanzieller Schwierigkeiten eine tiefe persönliche Krise durch. Sie wurde dadurch noch verschärft, daß meine Frau krank wurde und es zwei Jahre dauerte, bis sie in einem weit entfernten Krankenhaus wieder gesund wurde. Ich suchte Trost im Alkohol, und schon nach kurzer Zeit fing ich an, große Mengen scharfer Getränke von morgens bis abends zu konsumieren. Dazu kamen noch etwa 70 bis 100 Zigaretten pro Tag. Man kann sich vorstellen, dass meine körperliche Verfassung allmählich so schlecht wurde, daß ich mir darüber Gedanken machte.

 

Schließlich ging ich in ein Krankenhaus, um eine Entziehungskur zu machen, aber die Ärzte konnten mir nicht helfen, und ich wurde noch depressiver. Ich hatte eine gute Arbeit und eine wunderbare Familie, aber ich musste von dieser Sucht loskommen. In meiner Verzweiflung ergab ich mich noch mehr dem Alkohol, bis ich sogar soweit war, daß ich einen Selbstmordversuch unternahm. Ich suchte Hilfe in einer Privatklinik, aber ich konnte mir die Behandlung nicht leisten. Zu diesem Zeitpunkt traten Eider Sorenson und Eider Waterman in mein Leben.


Als sie zum zweitenmal zu mir kamen, sprachen die beiden Missionare über vieles, was mir neu war und wovon ich zwar nicht wußte, ob es wahr war, was ich aber gefühlsmäßig für


Als sie mir vom Wort der Weisheit erzählten, sank mir der Mut, und ich meinte: „Sagen Sie mir, wie ausgerechnet ich den Alkohol aufgeben kann, wo ich doch schon alles versucht habe und es mir nicht gelungen ist, davon loszukommen." Sie fragten mich, ob ich an Gott glaubte und an das, was sie mit mir besprochen hatten, und ob ich Vertrauen zum Herrn hätte. Ich antwortete mit Ja.


„Gut", sagten sie, „^Wenn Sie auf uns hören, helfen wir Ihnen, und der Herr wird Ihnen die Kraft geben, Ihr Problem zu bewältigen." „Dafür werde ich unendlich dankbar sein", erwiderte ich. Diese Aufmunterung erfüllte mich mit Freude, mit Hoffnung und mit Glauben, und in meinem Herzen verspürte ich wirklich den Wunsch, ihrer Führung zu folgen. Als ich betete, bekam ich immer mehr Selbstvertrauen, und an diesem Morgen gab ich mir mit neuem Mut das Versprechen, daß ich nie mehr Kognak trinken würde. Und ich konnte dieses Versprechen halten, obwohl ich sehr litt. Mit Hilfe der Missionare und durch Demut konnte ich allmählich meinen Konsum an Zigaretten und Alkohol herunterschrauben. Es war nicht leicht, aber ich fühlte, daß mir der Herr nahe war und half. Ich wußte, daß ich meinen Teil tun mußte, daß ich aber in dieser Prüfungszeit nicht allein sein würde. Nach eineinhalb Monaten schaffte ich es, mein Problem zu überwinden. Als ich endlich von meiner Sucht befreit war, fühlte ich mich zur Taufe bereit. Am 28. Dezember 1977 wurde ich zusammen mit meiner Frau getauft. Ich tauchte als körperlich und geistig erneuerter Mensch aus dem Wasser der Taufe auf und wußte, daß der Herr unsere Sünden vergißt, wenn wir wahrhaft Umkehr üben. Ich kann es nicht beschreiben, was für eine Freude es war, mein altes Ich abzulegen und voll Selbstvertrauen und Liebe für meine Mitmenschen von neuem geboren zu werden. Ich verspürte den mächtigen Wunsch, all die verlorene Zeit aufzuholen und dem Herrn meine Dankbarkeit dadurch zu zeigen, daß ich alle seine Gebote befolgte.


Nach der Taufe besserte sich mein Gesundheitszustand von Tag zu Tag. Zuerst wachte ich morgens immer noch von Schmerzen geplagt auf. Das Aufstehen bereitete mir Qualen. Aber nach einem Gebet konnte ich ruhig an meine Arbeit gehen, bis es Abend wurde und die Probleme wiederkehrten. Doch eines Morgens stand ich auf und merkte, daß ich endlich keine Schmerzen mehr hatte. Von dieser Zeit an waren meine Probleme nicht mehr vorhanden.


Nachdem wir ein Jahr lang Mitglieder waren, konnten wir in den Tempel gehen, wo meine Frau und unsere drei Töchter an mich gesiegelt wurden. Nun sind wir wirklich als Familie vereint. Ich bin mit einer Reihe von anspruchsvollen Berufungen in der Kirche gesegnet worden und kann bezeugen, daß für einen Menschen mit Demut und Glauben an den Herrn nichts unmöglich ist. Ich weiß auch, wenn man das Wort der Weisheit befolgt, wird man mit Gesundheit und Kraft gesegnet — und mit dem Wunsch, diese Kraft in den Dienst des Herrn zu stellen.

Bruder Controzorzi ist Präsident des Zweiges

Mailand 1 im Pfahl Mailand.

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Wie ich vom Kaffee loskam - Louisa Vitaloni  Verfasst: Donnerstag, den 07. Februar 2008 03:53

Es ist jetzt fünf Jahre her, daß ich zum letztenmal Kaffee trank, aber manchmal erinnert mich sein Geruch an die Jahre, in denen ich ihn in solchen Mengen trank, daß ich es noch heute kaum glauben kann. Mein Tag begann gewöhnlich mit einer Tasse Kaffee, da ich mir sagte, ich brauchte einen Energiestoß, um meinen Aufgaben als Mutter und Hausfrau gerecht zu werden. Nach dieser ersten Tasse brauchte ich kaum noch Ausreden für eine weitere Tasse, denn entweder kamen meine Mutter oder eine Freundin zu Besuch, oder ich war der festen Meinung, ich hätte unbedingt eine Tasse Kaffee nötig, um meine Energie zu mobilisieren oder mich zu entspannen. Ich trank eine Tasse nach der anderen. Und so wie ich mir einredete, ich müßte den Tag mit Kaffee beginnen, so redete ich mir ein, ich müßte ihn mit Kaffee schließen. Ich wußte einfach, daß ich ohne meine Tasse Kaffee vor dem Zubettgehen nicht würde einschlafen können, obwohl mir mein Verstand sagte, daß Kaffee anregend wirkte — hatte ich nicht deshalb den ganzen Tag über so viel getrunken? Ich kam nie auf den Gedanken, daß so viel Kaffee schädlich für meine Gesundheit war.


Ich war mir dessen nie bewußt bis zu dem Tag, an dem zwei Missionare an meine Tür klopften und ich das Evangelium kennenlernte. Ich nahm bereitwillig ihre Botschaft und ihre Aufforderung zur Taufe an. Aber wenn ich getauft werden wolle, so erklärten sie mir, müßte ich auch das Wort der Weisheit annehmen, und das bedeutete: keinen Kaffee mehr!


Irgendwie kam diese Herausforderung nicht völlig überraschend für mich, und so war ich bereit, sie anzunehmen, Mein Mann und meine Töchter waren allerdings sehr überrascht. Sie wußten, daß Kaffee ein fester Bestandteil meines Lebens war, und sie waren davon überzeugt, daß ich niemals damit aufhören würde. Aber in mir war eine Veränderung vorgegangen. Mit der Annahme der Evangeliumsbotschaft hatte ich auch alle Vorschriften akzeptiert. Dabei fühlte ich, wie in meinem Leben Ruhe einkehrte, und ich wußte, daß mir der Herr helfen würde, seine Gebote zu halten. Natürlich war es nicht einfach, mit dem Kaffeetrinken aufzuhören. Mein Körper harte sich so daran gewöhnt, daß ich mich noch eine Woche, nachdem ich damit aufgehört hatte, ganz schwach in den Knien und Armen fühlte. Aber mit der Hilfe des Herrn hatte ich kein Verlangen mehr nach Kaffee. Mich zog es überhaupt nicht mehr zur Kaffeekanne hin. Es war ein herrliches Gefühl, und mehr als einmal dankte ich dem Herrn auf Knien für seine Hilfe und die Stärke, die er mir gegeben hatte. Die Missionare besuchten mich regelmäßig, um zu sehen, wie es mir ginge, und um mir Mut zuzusprechen und meine Familie, die mich aufmerksam beobachtete, war immer wieder erstaunt zu hören, wie gut ich mich fühlte. Heute kann ich auf fünf glückliche Jahre zurückblicken. Ich habt nicht nur die Energie, um meiner Aufgabe als Ehefrau und Mutter gerecht zu werden, sondern ich habe auch in eine Reihe von Kirchenberufungen dienen können. Wenn ich mich einmal körperlich müde fühle — das passiert allerdings sehr selten —, bin ich doch geistig immer bereit, mehr zu tun, und das hält mich jung. Ist es nun verwunderlich, daß ich ein Zeugnis vom Wort der Weisheit habe und auch vom Evangelium, durch das ich es kennengelernt habe?

 

Schwester Vitaloni ist Pfahl-FHV-Leiterin im Pfahl Mailand.

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Neun Schachteln am Tag Gab es noch eine Rettung? – von Jan Mussman  Verfasst: Donnerstag, den 07. Februar 2008 20:15

Ich wünschte, ich könnte den beiden Missionaren, die uns 1964 besuchten, sagen, daß wir tatsächlich an ihre Botschaft glaubten. Sie wollten jedoch, daß wir mit dem Rauchen aufhörten. und die Qual. eine einzige Stunde ohne Zigaretten zu sein, machte den Preis, den wir für die Erlösung bezahlen sollten, zu hoch. Mein Mann Bill verbrauchte jeden Tag sechs Schachteln Zigaretten, ich drei - eine unglaubliche Menge. Die Zigaretten hinderten uns daran, das Evangelium anzunehmen. Dies war damals, 1964 Inzwischen hat uns der Vater im Himmel Schritt für Schritt geholfen, uns zu ändern. 1975 wurden wir getauft.

Es blieb uns nichts anderes übrig, als den Kampf gegen das Rauchen aufzunehmen. Obwohl Bill doppelt soviel rauchte, war es doch ich, die nach einiger Zeit so heftige Brustschmerzen bekam, daß ich sie nicht einfach unbeachtet lassen konnte. Ich konsultierte einen Arzt, der vielen meiner Bekannten geholfen hatte, das Rauchen einzuschränken, und bat ihn, einen entsprechenden Plan für mich aufzustellen. Als mich die Arzthelferin in sein Sprechzimmer führte, studierte er gerade die Röntgenaufnahme von meinem Brustkorb.

„Mrs. Mussman“, fragte er, ohne aufzublicken. „haben Sie zufällig Zigaretten bei sich?“

„Zwei Päckchen," antwortete ich schüchtern.

Als er aufblickte und mich anschaute, wurde der Klang seiner Stimme ernst. „Bitte werfen Sie sie in den Papierkorb dort. Als Ihr Arzt muß ich Sie darauf aufmerksam machen, dass Ihre Lunge das Rauchen nicht mehr verträgt.“

,.Aber Herr Doktor“. sagte ich bittend. ,.Ich bin doch gekommen, damit Sie für mich einen Plan aufstellen, wie ich das Rauchen einschränken kann!“

,,Keine Zigaretten mehr —- das ist Ihr Plan!“ Die tiefe Stimme sprach mit immer größerem Nachdruck, „Ich meine es ernst! Wenn Ihnen überhaupt etwas an Ihrem Mann und Ihren Kindern liegt, werden Sie keine einzige Zigarette mehr. anrühren!“

Als ich den Motor meines Autos zündete und nach Hause fuhr, traten mir Tränen in die Augen. Ich konnte nicht mit dem Rauchen aufhören, und ich wußte es. Ich hatte es schon zu oft versucht. Ich war dankbar, daß Bill gerade geschäftlich verreist war, denn ich brauchte Zeit zum Nachdenken. Als ich zu l lause ankam, setzte ich mich an den Küchentisch und grübelte über das Dilemma nach. Automatisch steckte Ich mir eine Zigarette an. Als sollte ich einen Fingerzeig erhalten, klingelte das Telefon, Es war Bill. Er rief aus New York an.

„Jan“, sagte er, „Ich habe den Doktor angerufen, und ich habe erfahren ...“ Er brach ab, als er mich den Zigarettenrauch ausatmen hörte. ,,Du rauchst ja!“ rief er aus.

„Du rauchst ja! Du rauchst Ja!“ ahmte ich sarkastisch nach, „Du kommst dir wohl sehr schlau vor. Bill, oder? Dir hat auch kein Arzt gesagt, daß du das Rauchen aufgeben mußt!“

Es entstand eine lange Pause, dann sagte Bill: „Ich bin morgen zu Hause. Laß uns beide unsere Zigaretten ausmachen und uns gegenseitig versprechen, daß wir 24 Stunden lang nicht rauchen werden.“ Ich versprach es und löste dieses Versprechen ein, obwohl ich bis heute noch nicht weiß, wie ich das geschafft habe. Ich kann mich aber immer noch erinnern, wie Bill am nächsten Tag die Tür aufmachte und mir die Arme entgegenstreckte. „Wir werden zusammen mit dem Rauchen aufhören“, sagte er. „Wir wollen nie wieder rauchen“ Unsere Umarmung kam einer Feierlichkcit gleich, aber die augenblickliche Begeisterung wir sogleich wieder vorüber. Die nächsten Wochen waren nicht nur schwierig, sondern geradezu grauenhaft. Benommen und mit glasigen Augen gingen wir umher; die Hände zitierten unaufhörlich. Wir waren missgestimmt. und reizbar, und oft war ich nahe daran aufzugeben. Bill ertrug diesen tagelang anhaltenden Dämmerzustand indessen, ohne zu schwanken, und sein Vorbild machte mir jedesmal wieder Mut. Es war ein überwältigendes Unternehmen, diese Gewohnheit zu überwinden, die eine solche Gewalt über uns hatte Unseren Erfolg kann ich nur der Tatsache zuschreiben, daß bei Gott alles möglich ist (Markus 10:27). In Wahrheit dauerte es fast zwei Jahre, bis ich zu glauben wagte, daß wir wirklich frei davon waren ‑daß wir die Abhängigkeit vom Tabak überwunden halten.

Dies war allein schon ein Wunder und hinreichender Lohn für unsere Anstrengungen, aber es sollten noch mehr Segnungen kommen. Während dieser beiden Jahre war unsere wechselseitige Liebe und Dankbarkeit und die Liebe und Dankbarkeit unserem Vater im Himmel gegenüber viel tiefer und schöner geworden als je zuvor. Wir waren körperlich und geistig stärker geworden und uns gegenseitig nähergekommen. Diese heilsame Einmütigkeit war eine der größten Segnungen für unsere Ehe, und wir waren außerordentlich dankbar dafür. Es gab aber noch mehr: Beim Aufgeben des Rauchens stellten wir fest, daß es notwendig war, auch auf Kaffee und Tee zu verzichten, denn diese Genußmittel schienen zu sehr mit unserer Gewohnheit verbunden. Dadurch, daß wir uns von Kaffee und Tee frei machten, fanden wir wiederum die Kraft, auch mit dem Alkohol fertig zu werden. Noch wertvoller jedoch als die innere Befriedigung. die wir darin fanden, daß wir über unser Fleisch siegten, waren die Gaben, die wir durch unsere beiden kleinen Kinder erlangten, die inbrünstig für uns beteten. 

Ich glaube, daß Bill und Ann ‑so heißen unsere Kinder ‑ wegen unserer Probleme und weil sie soviel für uns beteten. nie in Versuchung gerieten, zu rauchen, Alkohol zu trinken oder Drogen zu nehmen. Auch bin ich davon überzeugt, daß sie durch ihr Beten dem Vater im Himmel nahe blieben. Dadurch waren sie allerdings anders als die meisten ihrer Freunde. ja, sie unterschieden sich so sehr von ihnen, daß ich mich fragte, ob sie jemals Freunde und Kameraden würden finden können, die ihre Anschauung und ihre Lebensweise teilen würden.

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Als die Kinder älter wurden, machte ich mir noch mehr Sorgen um ihr Wohl und betete on um Hilfe. Anfang 1973 brachte ich schließlich drei Tage hauptsächlich damit zu. den Vater im Himmel um Führung anzuflehen. Ich betete darum, daß er mir einen Hinweis gäbe. Am dritten Tag klingelte es, und zwei Mormonenmissionare standen vor der Tür. Sie machten ein überraschtes Gesicht, als ich sie eifrig bat; einzutreten. Dies war unsere zweite Chance, das Evangelium anzunehmen, und diesmal waren wir bereit. An einem herrlichen Tag im Mai 1975 wurden wir vier getauft.

Nach der Taufe mußten wir uns auch auf anderen Gebieten ändern. Alle Mitglieder der Kirche, die danach streben, dem Vater im Himmel näherzukommen, machen diese innere Wandlung durch. Jetzt, nach drei Jahren, lassen wir keine Gelegenheit aus zu sagen, wie sehr wir die Kirche lieben, wieviel uns unsere Berufung darin bedeutet und wie tief unsere gegenseitige Liebe in einer ewigen Familie ist.

Februar 1979

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Das Wort der Weisheit ist krebsvorbeugend -- von Dr. Charles R. Smart  Verfasst: Freitag, den 08. Februar 2008 08:47

Das Wort der Weisheit, worin es heißt, daß Tabak, Alkohol, heißes Getränk und übermäßiger Fleischkonsum nicht gut für den Menschen sind, wurde bereits im Jahre 1833 offenbart. Überzeugende wissenschaftliche Beweise, die das Wort der Weisheit bestätigen, konnten jedoch erst während der letzten dreißig Jahre erbracht werden, vor allem in bezug auf Krebs.


Während der letzten fünf Jahre wurden zahlreiche wissenschaftliche Artikel veröffentlicht, worin gezeigt wurde, daß Krebs unter Mormonen im allgemeinen und ebenso in Utah, wo 70 Prozent der Bevölkerung der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage angehören, nicht so verbreitet ist wie anderswo.


Interessanterweise wurden diese Untersuchungen von Forschern durchgeführt, die selbst nicht in Utah leben und auch nicht der Kirche angehören. Viele Wissenschaftler haben herausgefunden, daß das Befolgen des Wortes der Weisheit die meistverbreiteten Krebserkrankungen verhütet. Gegenwärtig sind 20 Prozent der Todesfälle in Amerika (schätzungsweise 440000 pro Jahr) auf Krebs zurückzuführen.


Utah hat die niedrigste Krebssterblichkeit sowohl in bezug auf das Lebensalter als auch auf das Geschlecht. Vor allem die durch den Genuß von Tabak hervorgerufenen Krebserkrankungen treten in Utah in verhältnismäßig geringem Umfang auf, so daß die Sterblichkeit hier im Vergleich zu den anderen Staaten der USA um 48 Prozent niedriger ist.


Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, daß Raucher für nahezu jede Art von Krebs anfälliger sind als Nichtraucher. Die Organe, die am ehesten befallen werden, sind die, die mit dem Rauch direkt in Kontakt kommen, d.h. Mund, Zunge, Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre und Lunge. Es ist jedoch interessant, daß auch weit entfernte Körperteile, die nicht direkt mit dem Rauch in Kontakt kommen, stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Beispielsweise werden bei Rauchern die Blase fünfmal, die Nieren zweimal und die Bauchspeicheldrüse 1,7mal häufiger von Krebs befallen als bei Nichtrauchern.


90 Prozent der Krebsarten, die stark mit dem Rauchen zusammenhängen, wie Lungen-, Mund-, Zungen- und Kehlkopfkrebs. würden nicht auftreten, wenn das Rauchen eingestellt würde.


(Während in der Vergangenheit manchmal argumentiert wurde, daß es für Nichtraucher ungefährlich sei, den Rauch miteinatmen zu müssen, konnte durch neuere Untersuchungen bewiesen werden, daß alle Menschen, die Rauch einatmen, gefährdet sind. Der Grad der Gefährdung richtet sich nach der Menge des eingeatmeten Rauches  ‑ je mehr eingeatmet wird, desto größer ist die Gefahr, an Krebs zu erkranken.)

 

Viele Krebskrankheiten, die eng mit dem Rauchen zusammenhängen, lassen sich ebenfalls auf den Alkoholgenuß zurückführen. Hierzu zählt insbesondere der Krebs des Mundes, der Zunge, des Rachens, der Speiseröhre und des Magens. Da die Symptome bei den beiden Genußmitteln sehr ähnlich sind, war es schwierig, bei Statistiken über Krebs dem Tabak und dem Alkohol die ihnen eigenen Wirkungen —genau voneinander getrennt — bestimmen zu können.


In den letzten drei bis vier Jahren wurden immer mehr Beweise dafür gefunden, daß ein enger Zusammenhang zwischen Bauchspeicheldrüsen- sowie Blasenkrebs und dem Genuß von Kaffee besteht. Dieser Zusammenhang wird von verschiedenen amerikanischen Untersuchungen bestätigt, gilt jedoch noch nicht als völlig bewiesen. Weiterhin wird vermutet, daß fibrozystische Erkrankungen der weiblichen Brust mit dem Genuß von Kaffee zusammenhängen. In einigen Studien wird darauf hingewiesen, daß erhöhtes Brustkrebsrisiko bei Frauen besteht, die Zysten in der Brust haben, dies trifft aber wahrscheinlich nur auf eine kleine Untergruppe von Frauen zu, die an einer ganz bestimmten Art von Zystenerkrankung leiden. Der vermutete Zusammenhang soll noch durch weitere Untersuchungen bekräftigt werden.


Das Wort der Weisheit gebietet nicht nur, Tabak und Alkohol zu meiden, sondern auch, Fleisch nur sparsam zu genießen. Gewisse Arten von Krebs werden mit übermäßigem Fleischkonsum in Verbindung gebracht, vor allem Dickdarm- und Mastdarmkrebs, zwei der in den USA am häufigsten auftretenden Krebsarten. Die bisherigen Forschungsergebnisse lassen vermuten, daß eine ballaststoffreiche Ernährung die beste Vorbeugung gegen Darmkrebs ist.


Brustkrebs ist häufiger bei übergewichtigen Frauen zu beobachten als bei normalgewichtigen. Vermutlich besteht ein Zusammenhang zwischen Brustkrebs und Cholesterin, das besonders in tierischem Fett enthalten ist.


Die Gefahr, an Brustkrebs zu erkranken, wird durch eine Schwangerschaft vor dem 25. Lebensjahr sowie möglicherweise durch Stillen vermindert, doch mißt man gegenwärtig dem Stillen keine so große Bedeutung bei wie der Schwangerschaft.


Wenn auch den krebserregenden Stoffen in unserer Berufs- und Umwelt durch die Massenmedien immer wieder sehr viel Bedeutung zugemessen worden ist, so sind doch die wichtigsten Kriterien für die Krebsvorsorge ein solider Lebenswandel und ein gesundes Innenleben.


Der Kampf gegen den Krebs ist nicht in der Sackgasse. Wir machen Fortschritte, finden Ursachen heraus, und die Überlebenschancen werden besser.

 

Stern Nov 1983 

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Abhängigkeit oder Freiheit -- von Russel Nelson  Verfasst: Freitag, den 08. Februar 2008 22:43

Es steht uns frei, Drogen zu nehmen oder nicht. Aber nachdem wir uns einmal entschieden haben, eine abhängigmachende Droge zu nehmen, sind wir an die Folgen diese Entscheidung gebunden.

I ch fühle mich gedrängt, mich zu einem zutiefst beunruhigenden Problem zu äußern, nämlich der weltweiten Epidemie der Drogenabhängigkeit. Ich bin von Beruf Arzt und habe mich schon während meines Studiums mit Drogen beschäftigt. Jeder Arzt bringt Monate mit Spezialkursen zu, in denen er die möglichen Nutzen und Risiken medizinischer Wirkstoffe lernt. Die richtige Verschreibung von Arzneimitteln ist die Stärke eines guten Arztes. Wenn man seinen Rat sorgfältig befolgt, kann man erstaunliche Ergebnisse erzielen. In meinen Äußerungen zu diesem Thema schließe ich eine solche Anwendung heutiger Erkenntnisse durch einen ausgebildeten Arzt nachdrücklich aus.

Gemeinsam mit anderen in der ganzen Welt warne ich aber vor dem Missbrauch von Drogen, der über das verschriebene Maß hinausgeht, und den privaten oder gemeinschaftlichen Gebrauch von chemischen Substanzen, der von Menschen, die schlecht informiert sind, so häufig naiv begonnen wird.

Aus einem anfänglichen Experiment, das man für nebensächlich hält, kann ein "Teufelskreis werden. Das Ausprobieren wird

zur Gewohnheit. Die Gewohnheit wird zur Abhängigkeit. Die Abhängigkeit wird zur Sucht. Sie macht sich erst ganz allmählich bemerkbar. Die knechtenden Ketten der Gewohnheit sind zu schwach, als dass man sie spürt, ehe sie zu stark sind, um noch zerbrochen zu werden. Drogen sind das heutige „Linsengemüse”, für das jemand seine Seele verkauft. Keine Familie ist von dem Risiko frei.

Es geht aber nicht nur um harte Drogen. Drogenmissbrauch beginnt oft mit dem Rauchen von Zigaretten) Tabak und alkoholische Getränke enthalten süchtig Drogen. Sie führen die Liste an, was die Häufigkeit und die Kosten für die Gesellschaft angeht.

Ich spreche mit staatlichen und medizinischen Führungskräften aus vielen Ländern, und sie äussern tiefe Besorgnis über den Konsum von Alkohol und anderen Substanzen in ihren Ländern. Die Herausforderung besteht zwar in der ganzen Welt, aber ich will nur Zahlen aus den Vereinigten Staaten nennen, um das erschreckende Ausmass dieses weltweiten Problems deutlich zu machen.


Tabak

Bedenken Sie nur, wie schädlich Tabak ist. Zigarettenrauchen ist die häufigste vermeidbare Ursache für Herzerkrankungen, Herzerkrankungen. Lungenerkrankungen und Krebs.  In den USA wurden 1982 16 Prozent aller Todesfälle (314000) dem Rauchen zugeschrieben.

1985 betrugen die geschätzten Kosten für medizinische Massnahmen und Arbeitsunfähigkeit, die durch Rauchen verursacht waren, 65 Milliarden Dollar. Das entspricht rund zwei Dollar für jede verkaufte Schachtel Zigaretten.  Die sozialen Folgen des Rauchens gehen weit über den Preis einer Zigarettenschachtel hinaus.

Eine Versicherungsgesellschaft hat kürzlich gemeldet, ein Fünftel aller Forderungen an sie würden wegen Krankheiten geltend

gemacht, die durch Nichtrauchen hätten vermieden werden können.  Wir alle tragen diese finanzielle Last, die durch Krankheiten verursacht wird, die nicht sein müssten.

Dr. C. Everest Koop (höchster beamteter Arzt in den USA) und sein Team von über fünfzig Wissenschaftlern haben vor kurzem einen aufsehenerregenden Bericht veröffentlicht. Allein in den USA schreiben sie jährlich 320000 Todesfälle dem Tabak zu, 125000 dem Alkohol und eine niedrigere Lebenserwartung dem Kokain (2000) und anderen Opiaten (4000). Sie bezeichnen das Nikotin als stark süchtigmachende Droge im gleichen Sinn wie Heroin und Kokain.  Vergleichbare Ansichten werden von führenden Medizinern in vielen anderen Ländern vertreten.? Trotzdem glauben viele unserer guten Freunde, die rauchen, nicht, dass Tabak süchtig macht. Manche geben nur zögernd zu, dass ihr Verhalten in hohem Maß von einer Droge beherrscht wird. Wir verstehen solche Gefühle.


Alkohol

Es herrscht weltweit wachsende Besorgnis über den Alkoholkonsum. Die US-Regierung schätzt, dass 10,6 Millionen Erwachsene Alkoholiker sind und dass eine von vier Familien Alkoholprobleme hat.8 Der Alkohol spielt bei der Hälfte aller tödlichen Verkehrsunfälle in den USA eine Rolle.`'

Im letzten Jahr wurde ein tragischer Markstein erreicht. Mehr US-Amerikaner (1350000) waren bei Verkehrsunfällen, die durch Alkohol bewirkt wurden, umgekommen, als in allen Kriegen, die die USA bisher geführt haben, umgekommen sind (1156000)."


Andere Drogen

Auch Drogen wie LSD (Lysergsäurediäthylamid), Marihuana, Heroin und Kokain gefährden Menschen auf der ganzen Welt. Edle Eigenschaften wie Vernunft, Redlichkeit und Würde, die die Menschen von allen anderen Geschöpfen unterscheiden, fallen diesen Drogen und dem Alkohol oft als erste zum Opfer.


Hilfe suchen

Wir bemühen uns liebevoll um Verwandte, Freunde und Nachbarn, die süchtig sind, ungeachtet ihrer Nationalität und ihres Glaubensbekenntnisses. Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage hilft weiter mit, diese internationale Seuche einzudämmen.

Das Problem läl3t sich letztlich weder mit staatlicher noch anderer institutionalisierter Hilfe lösen. Es ist auch keine Frage der Gesetzgebung, sondern vielmehr der persönlichen Entscheidungsfreiheit und Selbstverpflichtung. Es muß klar sein, was Entscheidungsfreiheit ist und welch wichtige Rolle der Wille bei wesentlichen Entscheidungen spielt. Dann können Hilfsmaßnahmen einsetzen.


Entscheidungsfreiheit

Entscheidungsfreiheit hatten wir bereits als Geistkinder unseres Schöpfers, ehe die Welt war (siehe Alma 13:3; Mose 4:4). Sie ist ein Geschenk Gottes und fast so kostbar wie das Leben selbst.

Oft wird die Entscheidungsfreiheit allerdings mißverstanden. Wir können uns zwar frei entscheiden, aber nachdem wir uns entschieden haben, sind wir an die Folgen unserer Entscheidung gebunden.

Es steht uns frei, Drogen zu nehmen oder nicht. Aber nachdem wir uns einmal entschieden haben, eine abhängigmachende Droge zu nehmen, sind wir an die Folgen dieser Entscheidung gebunden. Die Sucht tritt an die Stelle der Entscheidungsfreiheit. Durch chemische Mittel kann man buchstäblich vom eigenen Willen losgelöst werden!


Der Weg zur Gesundung

Um eine Krankheit zu lindern, könnte ich als Arzt ein Rezept ausstellen. Als ordinierter Apostel erflehe ich den geistigen Segen, vom Standpunkt der Ewigkeit aus sehen zu können. Wenn beides zusammenwirkt, würde meine geistige Verschreibung die Entscheidungsfreiheit dem rechtmäßigen Besitzer zurückgeben.

Wer beschließt, den steilen Weg zur Gesundung zu beschreiten, muß sich auf einen lebenslangen Kampf einstellen. Aber ein Leben ist es wert, daß man dafür kämpft.

Hier ist vor allem der Wille gefragt, und der Wille kann es schaffen. Die Heilung erfolgt nie mit der ersten Einnahme der Medizin. Man muß sich also streng an die Verschreibung halten und darf nicht vergessen, daß es manchmal genauso lange dauert, gesund zu werden, wie es gedauert hat, krank zu werden. Aber wenn man konsequent und ausdauernd ist, können die richtigen Entscheidungen heilend wirken.


Die geistige Verordnung

Meine geistige Verordnung enthält sechs Entscheidungen, über die ich im einzelnen sprechen möchte, nämlich:

Entscheiden Sie sich für das Leben

Entscheiden Sie sich dafür, zu glauben

Entscheiden Sie sich dafür, sich zu ändern

Entscheiden Sie sich dafür, anders zu sein

Entscheiden Sie sich für körperliche und geistige Beweglichkeit

Entscheiden Sie sich dafür, frei zu sein


1. Entscheiden Sie sich für das Leben.

Suchen Sie Angehörige, Freunde, Arztes, die Sie lieben. Flehen Sie sie um Hilfe an. Ihr kostbares Leben steht auf dem Spiel. „Darum seid frohen Mutes und denkt daran: Ihr seid frei, euer Handeln selbst zu bestimmen - den Weg des immerwährenden Todes zu wählen oder den Weg des ewigen Lebens.” (2. Nephi 10:23).

Die Entscheidung für das Leben macht optimistisch. Sie birgt Hoffnung. Sie erweckt die Selbstachtung zu neuem Leben - das Bewußtsein dessen, daß der Körper ein ewiges Gut ist, das uns anvertraut wurde. Und sie weckt die innere Verpflichtung, die uns sagt: „Sieh zu, daß du dieses hier, das heilig ist, gut behütest, ja, sieh zu, daß du auf Gott blickst und lebst.” (Alma 37:47.)


2. Entscheiden Sie sich dafür, zu glauben.

Glauben Sie an Gott. Akzeptieren Sie sich als sein Kind, das in seinem Ebenbild erschaffen wurde. Er liebt Sie und möchte, daß Sie glücklich sind. Er möchte, daß Sie durch die Entscheidungen des Lebens geistig wachsen und ihm ähnlicher werden. Er fleht Sie an: „Richtet euch nach dem Willen Gottes aus, aber nicht nach dem Willen des ... Fleisches. (2. Nephi 10:24.)

Eine Aussöhnung erfordert Glauben, Umkehr und Taufe. Es ist so, daß die Menschen „von neuem geboren werden müssen - ja, geboren aus Gott, aus ihrem fleischlichen und gefallenen Zustand umgewandelt in einen Zustand der Rechtschaffenheit” (Mosia 27:25). Erneuern Sie den Bund, den Sie hei der Taufe gemacht haben, indem Sie regelmäßig würdig das Abendmahl nehmen, um sich „noch mehr von der Welt unbefleckt [zu' halten” (LuB 59:9).

Lernen Sie dann, „sich zu demütigen und sanftmütig und im Herzen bescheiden zu sein . . . und mit . . . Glauben an den Herrn Jesus Christus jeder Versuchung des Teufels zu widerstehen” (Alma 37:33). Entscheiden Sie sich dafür, an Ihren Schöpfer zu glauben und sich von ihm segnen zu lassen.


3. Entscheiden Sie sich dafür, sich zu ändern.

 „Wie lange wollt ihr euch von törichten und blinden Führern leiten lassen? Ja, wie lange wollt ihr lieber die Finsternis wählen als das Licht?” (Helaman 13:29). Entscheiden Sie sich dafür, sich zu ändern, und zwar heute!

„Der Geist und der Körper zusammen sind die Seele des Menschen.” (LuB 88:15). Sowohl der geistige als auch der körperliche Hunger müssen gestillt werden. Eine der größten Herausforderungen des Lebens besteht darin, so weit zu kommen, daß uns der geistige Hunger wichtiger wird als der körperliche. Ihre Willenskraft wird stark, wenn Sie sie mit dem Willen des Herrn vereinen.

Die Sucht nach irgendeiner Substanz versklavt nicht nur den Körper, sondern auch den Geist.

Deshalb ist Umkehr am ehesten möglich, wenn man noch einen Körper hat, der mithelfen kann, die Herrschaft des Geistes zu erreichen: „Dieses Leben ist die Zeit, da der Mensch sich vorbereiten soll, Gott zu begegnen; ja, siehe, der Tag dieses Lebens ist der Tag, da der Mensch seine Arbeiten verrichten soll.

Und nun . . . flehe ich euch an, den Tag eurer Umkehr nicht bis zum Ende aufzuschieben; . . . wenn wir unsere Zeit während dieses Lebens nicht nutzbringend anwenden, dann kommt die Nacht der Finsternis, in der keine Arbeit verrichtet werden kann... .

Der gleiche Geist, der euren Körper beherrscht, wenn ihr aus diesem Leben scheidet, dieser selbe Geist wird die Macht haben, euch in jener ewigen Welt zu beherrschen.” (Alma 34:32-34).

„Fleischlich gesinnt zu sein ist Tod, und geistig gesinnt zu sein ist ewiges Leben.” (2. Nephi 9:39); siehe auch Römer 8:6.) Diesen Segen erlangt der, der den Willen aufbringt, sich zu ändern.


4. Entscheiden Sie sich dafür, anders zu sein.

Seien Sie anders als die weltliche Masse. Die Übeltäter fallen auf den ersten Blick vielleicht gar nicht auf. Zu ihnen gehören clevere Kaufleute, die Bier in Zusammenhang bringen mit Sport, Tabak mit Charme und Drogen mit Spaß. Die Schrift warnt uns vor solchen Betrügern:

„So spricht der Herr zu euch: Infolge der Frevel und bösen Absichten, die in den letzten Tagen im Herzen von böswilligen Menschen vorhanden sind oder noch sein werden, habe ich euch gewarnt und warne euch im voraus, indem ich euch durch Offenbarung dieses Wort der Weisheit gebe.” (LuB 89:8). Das Wort der Weisheit enthält vernünftige Ratschläge zum Thema Ernährung und einfache Anweisungen. Wir sollen keinen Alkohol trinken (siehe LuB 89:5-7). Wir sollen keinen Tabak gebrauchen (LuB 89:9). (siehe LuB 89:9). Wir sollen weder Tee noch Kaffee trinken (siehe LuB 89:9). Und im Einklang damit gilt, daß wir auch keine süchtigmachenden Drogen nehmen sollen

Der 1 lern hat also dem heutigen Israel Ratschläge gegeben, ähnlich den Geboten, die wir im Alten Testament finden:

„Könige sollen sich nicht, Lemuel, Könige sollen sich nicht mit Wein betrinken, Fürsten nicht berauschenden Trank begehren. Er könnte beim Trinken seine Pflicht vergessen und das Recht aller Notleidenden verdrehen." (Sprichwörter 31:4,5.)

„Weh dem, der seinen Freund aus dem Becher seines Zorns trinken lässt, ja, ihn betrunken macht.” (Habakuk 2:15; siehe auch Sprichwörter 20:1.)

Gewiss bekräftigt die heutige medizinische Forschung den physischen Nutzen, den man daraus zieht, dass man das Wort der Weisheit befolgt. Die Beweise sind so überwältigend, daß viele das Richtige lernen, aber nicht immer aus den richtigen Motiven. Könnten sie mit ihrem begrenzten Einblick dann nicht doch eine Zigarette, einen Drink, oder eine Droge ausprobieren und sich damit herausreden, dass einmal nichts schade? Könnte die Aussicht auf einen nur zukünftigen physischen Nutzen sie nicht dazu verlocken, trotzig doch ein törichtes Wagnis einzugehen? Oder um diese Fragen anders zu formulieren: Wer wäre entschlossen, den Willen des Herrn zu befolgen, auch wenn der physische Nutzen nicht garantiert wäre? Als Gott Abraham hat, Isaak als Opfer darzubringen, bemühten sie sich da erst um den wissenschaftlichen Nachweis dafür, dass ihre Entscheidung für den Gehorsam medizinisch ratsam sei?

Das Wort der Weisheit ist ein geistiges Gesetz. Den Gehorsamen verkündigt der Herr: „Ich, der Herr, gebe ihnen die Verheißung, dass der zerstörende Engel an ihnen vorübergehen wird wie an den Kindern Israel und sie nicht töten wird.” (LuB 89:21).

Beim ersten Pascha ging der zerstörende Engel an den Häusern vorüber, wo die Türpfosten mit Blut bestrichen waren. In unserer Zeit befolgen die Glaubenstreuen das Wort der Weisheit. Es ist eins unserer Zeichen dafür, daß wir Gottes Bundesvolk sind.

Entscheiden Sie sich dafür, anders zu sein, dann werden Sie sowohl körperlich als auch geistig gesegnet.

 

5. Entscheiden Sie sich für körperliche und geistige Beweglichkeit.

Körperliche und geistige Beweglichkeit hilft auf dem steilen Weg zur Gesundung. Angemessene körperliche Betätigung wirkt der Depression entgegen, die die Sucht so oft begleitet. Die geistige Beweglichkeit ist aber noch wichtiger. Mit inbrünstigem Beten gewinnt man diesen Kampf leichter. Wenn wir uns wirklich in allem, was wir tun, mit dem Herrn beraten, wird er uns zum Guten lenken (siehe Alma 37:37).

Wir werden gestärkt, wenn wir aufbauende Musik hören, gute Bücher lesen und uns an den heiligen Schriften laben. Da das Buch Mormon zu einer Zeit hervorkommen sollte, „da es auf der Erde große Verschmutzungen geben” sollte (Mormon 8:31), stärkt es uns ganz besonders, wenn wir dieses Buch lesen. Präsident Benson hat uns dazu aufgefordert.

Bleiben Sie körperlich und geistig beweglich und entscheiden Sie sich dafür, Glauben an Gott zu üben.

 

6. Entscheiden Sie sich dafür, frei zu sein.

Zerreißen Sie die Bande des Übeltuns (Mosia 23:12, 1. Nephi 13:5). Lassen Sie das eiserne Joch, die „Handschellen und Ketten und Fußeisen und Fesseln der Hölle” hinter sich (LuB 123:8).

Entscheiden Sie sich dafür, frei zu sein von falschen Freunden, die Ihnen erst schmeicheln, Sie aber später verachten (LuB 121:20). Der Drogenmißbrauch mag mit ihnen beginnen, aber den Preis bezahlen Sie.

„Denkt daran, denkt daran, meine Brüder [und Schwestern]: Wer zugrunde geht, fügt sich das Zugrundegehen selbst zu, und wer Übles tut, der tut es sich selbst an; denn siehe, ihr seid frei; es ist euch gewährt, euer Handeln selbst zu bestimmen; denn siehe, Gott hat euch Erkenntnis gegeben und hat euch frei gemacht.” (Helaman 14:30).

Der Herr hat seine heiligen Maßstäbe offenbart, um die Menschen in dieser unruhigen Welt zu führen. Wir alle sind mit der Freiheit geboren, seiner Führung zu folgen. Wir können uns selbst entscheiden. Unsere Entscheidungen können uns abhängig oder frei machen. Entscheiden Sie sich um der Freiheit und Freude willen dafür, in Christus treu zu bleiben. Er wird Sie erheben. Möge „die Hoffnung auf seine Herrlichkeit und auf ewiges Leben immerdar in Ihrem Herzen verbleiben” (Moroni 9:25). Darum bete ich, im Namen Jesu Christi. Amen

 

Januar 1999 

 

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